Zwei Medaillen bei Cable-Wake Weltmeisterschaft
18th August 2026
Österreichischer Wasserski und Wakeboard Verband (ÖWWV)
Silber für Mariella Flemme und Bronze für Greta Winter
Mariella Flemme (OÖ) wird Vizeweltmeisterin in der allgemeinen Klasse bei der IWWF Cable Wakeboard WM in Peking/China und holt ihre erste WM-Medaille. Greta Winter (OÖ) sichert sich Bronze in der Klasse U14. Zwei österreichische Teilnehmerinnen, zwei Medaillen – ein perfekter Output.
Erst im Frühjahr wurde die Weltmeisterschaft kurzfristig nach China vergeben, nachdem der ursprüngliche Veranstalter abgesagt hatte. Entsprechend kurz war die Vorbereitungszeit für Wakeboard Austria. Man entschied sich daher für ein kleines, aber schlagkräftiges Team – mit Erfolg.
Nachwuchstalent Greta Winter aus Kirchschlag ging als Beste der Qualifikation in das Finale, musste aber gleich im ersten Lauf beim Frontflip einen Sturz hinnehmen. Im zweiten Lauf setzte die 13-Jährige deshalb auf Sicherheit, um ihre Medaillenchance abzusichern. Die Taktik ging voll auf: Greta holte Bronze und damit nach Platz fünf bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr ihre erste Medaille bei einem internationalen Titelbewerb.
„Im ersten Run bin ich leider gestürzt, deshalb habe ich den zweiten als Safe-Run angelegt und den Blind-Judge ausgelassen. Nachdem es in der Quali so gut lief, wollte ich unbedingt aufs Podium und freue mich, dass es gleich bei meiner ersten WM gelungen ist.“
Mariella Flemme musste auf ihrem Weg ins Finale zunächst den Umweg über die zweite Qualifikationsrunde nehmen, den sie bravourös meisterte. Im Finale der Top 6 ging die Oberösterreicherin als Dritte aufs Wasser und legte gleich richtig vor. Zwischenzeitlich übernahm sie sogar die Führung. Nur die fünffache Welt- und zehnfache Europameisterin Julia Rick (GER) erzielte in der ersten Runde noch mehr Punkte.
Nachdem die Medaille bereits fixiert war, legte Flemme im zweiten Lauf noch einmal nach. Sie zeigte noch sauberere Rail Kombinationen und überzeugte vor allem bei den Air Tricks mit Back-Mobe, S-Mobe, Switch S-Bend to Blind und Switch Roll to Blind.
Beim letzten Trick am Kicker wurde es schließlich statt des geplanten 720 ein Backside 360 – vermutlich genau jene Drehung, die ihr am Ende auf Julia Rick und damit auf Gold fehlte. Dennoch war die Freude bei der 21-jährigen Heeressportlerin riesengroß. Nach zweimal Platz vier bei den vergangenen Weltmeisterschaften durfte sie sich diesmal endlich über ihre erste WM-Medaille freuen.
„Es fühlt sich richtig gut an und ich bin sehr glücklich, dass es wie erhofft funktioniert hat. Ich habe im letzten Jahr sehr viel trainiert und das wurde jetzt belohnt. Im ersten Lauf konnte ich gleich viel Druck aufbauen. Im zweiten Lauf wollte ich zwei 720er auf den Kickern zeigen, was daheim auch super funktioniert. Hier in China sind mir die Kickertricks aber nicht so leichtgefallen, deshalb wurde es ein 360 am Schluss.“
Fotografiert von ÖWWV

